Sneaky in Hannover

Preview IntroSo eine Sneak Preview Vorstellung ist wie eine Schachtel Pralinen: man weiß nie was man bekommt.

Ein Mal im Monat zeigen die Hochhaus Lichtspiele in Hannover einen Film vor dem eigentlichen Kinostart und im Originalton. Der besondere Reiz daran ist immer dass man vorher nicht weiß was man da zu sehen bekommt. Ich hoffe dabei immer dass es weder der neue Muppets Weihnachtsfilm ist noch ein chinesischer Film mit vielen Wortspielen, aber ohne Untertitel. Zum Glück ist mir das in den verschiedenen Kinos bisher immer erspart geblieben, aber dafür habe ich immer sehr sehenswerte oder zumindest interessante Filme gesehen.

Jetzt habe ich mal den passenden Termin gefunden und mal probiert mit was im Hochhaus die Zuschauer überrascht werden. Es gab zur Begrüßung schon mal ein Glas Sekt und ein Film, der irgendwie an Harry Potter erinnert hat.

Gleich geht es los

Zu später Stunde muss man es ja nicht mit dem Sport übertreiben und so bin ich natürlich mit dem Fahrstuhl ganz nach oben gefahren. Jetzt weiß ich auch wieder warum heute die Getränke nur im Erdgeschoss verkauft werden, denn hier gibt es an der Theke ein Glas Sekt für jeden Besucher. Ich hoffe nicht dass es notwendig ist für den Film vorher ausreichend Sekt getrunken zu haben.

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Die Vorstellung startet nicht ganz pünktlich, denn die vorherige Vorstellung muss erst mal zu Ende gehen. So nach und nach findet sich eine kleine bunt gemischte Gruppe zusammen von denen sich viele untereinander kennen und wohl schon Veteranen der Sneak Preview im Hochhaus sind. Die Mitarbeiterin hinter der Theke, die nachher auch durch das Programm führt, ist schon ganz aufgeregt und freut sich schon auf den Film. Sie ist auch gespannt ob wir ihre Meinung teilen.

Im Kino

Es war wohl nicht nötig vorher zu reservieren, denn bei der kleinen Gruppe findet man auch so einen guten Platz.
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Vor der Vorstellung gib es noch einen kleinen Quiz bei dem es Gutscheine und kleiner Jägermeister Flaschen zu gewinnen gibt. Schade dass ich bei den Fragen nicht so ins Schwarze getroffen habe, aber ich hoffe ja immer noch dass für den Film der Jägermeister nicht unbedingt notwendig ist.

Der Film

Dann ist die Begrüßung und der Quiz vorbei und es wird dunkel und der Film fängt an. Die Hauptdarsteller sind Daniel Radcliffe und Paul Dano und der Film ist Swiss Army Man. Das hört sich ja schon mal recht vielversprechend an.

Der Film startet auf einer einsamen Insel, so wie es scheint, und Hank, gespielt von Paul Dano, will sich aufhängen, da er gestandet auf der Insel keinen anderen Ausweg mehr sieht. Abgelenkt wird er davon als Manny (Daniel Radcliffe) angespült wird und Hanks Neugier ihn dann doch erst mal nachsehen lässt ob er vielleicht jetzt doch Gesellschaft bekommen hat. Das klappt zunächst nicht so ganz, aber dann hilft ihm Manny doch auf seine Weise von der Insel zu entkommen.

Zuerst sieht es nach einer Mischung von Castaway – Verschollen und Immer Ärger mit Harry aus mit einer ordentlichen Portion Humor der ziemlich derben Sorte, aber dann entwickelt er sich zu einer fantastischen reise der beiden Gefährten bei dem man immer weniger weiß was jetzt eigentlich real ist und was sich in der Phantasie abspielt. Auch das Ende lässt vieles offen, aber man erfährt dass alles nicht so das ist was man am Anfang erwartet hat.

Fazit

Wenn man filmische Überraschungen mag, ist das eine gute Gelegenheit neue Filme in gemütlicher Atmosphäre zu sehen und ich werde bestimmt mal wieder dabei sein.

Bei dem Film bin ich immer noch nicht so richtig überzeugt. Er ist auf jeden Fall sehenswert mit der tollen Leistung der beiden Schauspieler, aber für meinen Geschmack ist der Humor zum Teil etwas sehr derbe geraten. Das Ende fand ich auch ein wenig zu offen, auch wenn ich kein Happy End in einem Film brauche bei dem alle Fragen definitiv beantwortet werden. Man merkt den beiden Hauptdarstellern an, dass sie eine Menge Spaß an dem Film hatten und es ist gut zu sehen, dass der Harry Potter Star einen neuen Weg für sich findet und auch den Mut zu Experimenten hat. Der Film ist aber auf jedenfalls einen Besuch wert und es lohnt sich auch immer ihn im Originalton zu sehen oder dann eher zu hören.

 

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